Freitag, 9. Januar 2015

DIARY: Gäbe es ein "wir"?


Arm in Arm laufen wir in Richtung Münchner Freiheit. Es war einer dieser Abende die man nie vergisst. An die man noch ewig denken wird. Zu schön um wahr zu sein. Der einen auch noch Wochen später mit Flashbacks verfolgt, die einem zum grinsen bringen.
ich rieche dein Parfum. So vertraut. Fast schon ein Stück Heimat.
Zum Abschied küsst du mich. 
Wir wissen beide wie gut der Abend getan hat.
Ich denke mir "Jetzt oder nie". Raffe meinen letzten Rest Energie zusammen, den ich von der Nacht noch übrig habe. Schaue dir in deine unglaublich schönen Augen.
"Was ist das eigentlich zwischen uns?" Ich bin mir unsicher. Du kannst es meinem Tonfall entnehmen. 
Mit großen Augen schaust du mich an. Du wirkst überrumpelt. Als hättest du nicht mit so einer Frage gerechnet.
Ich setzte erneut an "In welche Richtung geht das mit uns beiden?" In Gedanken füge ich hinzu. Das läuft ja schon 7 Monate. Und mögen tust du mich. Das kann sogar ich mir mittlerweile eingestehen.
Du schaust noch verwirrter. Dein Blick weicht mir aus …
"… Eine Fernbeziehung kommt für mich nicht in Frage." Deine Worte treffen mich hart. Ich weiß nicht ob du dir dessen bewusst bist. Ob du den Schmerz in meinen Augen sehen kannst. 
"Das kann nur eine Freundschaft sein." Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Habe 100 Situationen im Kopf die das Gegenteil beweisen. Weiß insgeheim, dass deine Worte eine Lüge sind. Das da was ist. Willst du dir das nicht eingestehen?
Du schaust mir tief in die Augen. "Es tut mir Leid." 1x, 2x, 3x, wiederholst du den Satz. Als würde er die Wunde die deine Worte in mir aufgerissen haben besser machen. Ich glaube dir. Es tut dir Leid. Darum das zu viel Gefühl zwischen uns ist um eine Freundschaft zu führen? Wir uns emotional zu nahe stehen? Diese verdammte Distanz alles kaputt macht? Gäbe es ohne sie ein "wir"?
Ich habe 1000 Fragen im Kopf. Bekomme keine heraus.
Denke nur "Gesicht bewahren, keine zu großen Emotionen zeigen, das macht alles noch viel schlimmer. Einfach nur weg von hier."
Ich kann dir nicht in die Augen sehen. Ich meine dein Blick sucht meinen. "Schon ok, dann weiß ich jetzt woran ich bin" bringe ich heraus, drehe mich um, gehe die paar Schritte zur Rolltreppe. Geweint wird erst in der UBahn ermahne ich mich. 

Jetzt sitz ich hier. Einige Tage sind seit unserem letzten Gespräch und dem letzten mal in die Augen schaun vergangen.
Ich bin noch genauso verwirrt wie als wäre es gerade eben passiert.
Verstehe die Welt nicht. Für meine vertrauten Menschen ist es offensichtlich, dass wir uns mögen. Siehst du das auch? Kannst du es dir nicht eingestehen? Lässt du es nicht zu? Hast du Angst?
Am liebsten würde ich dich das ganze Fragen. 
Die SMS ist vorgetippt in den Notizen meines Handys gespeichert. Traue ich mich sie abzuschicken? Ertrage ich deine Antwort? Wirst du mir ehrlich antworten? Bist du bereit mit mir über das "uns" zu reden? Kannst du es dir eingestehen? Würde es die Situation ändern?
Ich weiß es nicht. Mir kommt es vor als wüsste ich gar nichts mehr.

Montag, 27. Oktober 2014

DIARY: 352 km

Warum muss das mit der Liebe immer so furchtbar kompliziert sein?

Er trifft auf sie. Beide betrunken. Betrunken genug um sich kennen zu lernen. Nummern auszutauschen. Man ist sich in dem Zustand des Angetrunken-Seins sogar so sympathisch, dass man den Heimweg, den nächsten Morgen und auch die nächsten Wochen schreibt. Fast täglich und so lernen sie sich kennen.

Irgendwann die erste Verabredung. Auf die eine folgt die nächste. Bis Routine daraus wird. Eine wöchentliche. Wenn möglich sogar noch öfter. 

Die Freunde wissen, dass sich die beiden mögen. Und insgeheim wissen sie das auch. Nur auf welche Art?

Um diese Frage zu beantworten ist keine Zeit. 
Denn er ist eigentlich gerade dabei die Stadt zu verlassen, die Zelte abzubrechen und sich neu zu ordnen. In einer anderen Stadt.
352 km entfernt von ihr.

Diese typische Situation mit der richtigen Person zur falschen Zeit? Die man eigentlich nur aus den Liebesdramen und Büchern kennt?

Und wieder zu wenig Mut und Zeit die Frage richtig zu beantworten. Bzw. will er das überhaupt? Oder liegt nur ihr die Frage auf dem Herzen?

Und plötzlich ist der Tag gekommen. Er ist weg. 352 verdammte km entfernt von ihr.
Eindeutig zu viele. Der Kontakt besteht weiter. Mal mehr mal weniger.
Das typische auf und ab, das eigentlich schon immer bestanden hat.
Mal ist er ihr total nah. So nah, dass ihr der Atem stockt und es den Anschein hat, als wäre sie eine sehr wichtige Person für ihn. Schreibt Dinge die ihr Herz höher schlagen lassen. Und sie ins grübeln bringen. Ist da doch mehr als sie denkt? Als er ihr zugesteht? Oder doch nicht?
Weil dann gibt es da auch die andere Seite. Die Verschlossene. Die Unnahbare. Die Seite, die sie manchmal verletzt. Mit der er unnahbar scheint. 

Ob er das mit Absicht macht? Sie kann sich keinen Reim daraus machen? Mal so nah. Und doch so fern? 

An schlechten Tagen deutet sie sein Verhalten total negativ. 
An Guten kann sie es total verstehen und findet es sogar schlüssig.

Neue Stadt. Neue Leute. Schlechte Phase. Zeit und Energie die ihm fehlt. Mal mehr (oder weniger) ausführliche Antworten. Und auch  diese verdammten Tage, an denen er sich gar nicht meldet. Und nicht auf ihre Fragen eingeht. Aber dann auch wieder diese Tage, an denen er sich total für sie interessiert. An denen er fragen stellt. Fragen, die eben auch von seiner Seite kommen und die eindeutiges Interesse an ihr und ihrem Leben signalisieren. Tage an denen er sie aufzieht. Sich um sie sorgt. Ihr verdeckt sogar sagt, dass er froh ist sie kennen gelernt zu haben.
Aussagen, die er definitiv nicht zu jeder sagen würde. Nähe, die bei den Treffen da waren und die auch ab und an in den vielen Nachrichten aufflammt. Vertrautheit. 

Aber was stört sind die verdammten 352 km. Und die eine Frage die sie noch immer beschäftigt.
Was das denn zwischen ihnen ist. Und die Antwort, die beide im Moment nicht geben können.



Sonntag, 28. September 2014

DIARY: Wo will ich hin?



"… Aber weißt du was? Das in Frage stellen ist glaub normal und eigentlich auch was Gutes. So erkennst du für dich in welche Richtung du möchtest. Wie oft mir das so ging …" 
Wie sooft trifft er einfach komplett ins Schwarze. Bringt meine Gedanken auf den Punkt und beruhigt. Zumindest für den Moment
Zur Zeit verteufle ich alles. Zweifel an so vielen in meinem Leben und stelle so ziemlich alles in Frage.
Woran das liegt? Wahrscheinlich wirklich an mir. Daran, dass ich nicht genau weiß wo ich hin will und was ich wirklich will. Meinen Platz noch nicht so ganz gefunden habe. Mich selbst finden muss? Ich kenne die ungefähre Richtung in die ich will. Nur weiß ich noch nicht genau wie ich dahin komme. 
Woher der Zweifel kommt? Durch meine Verunsicherung? Durch meinen inneren Drang zur Perfektion? Dass ich genau das haben will, auf das ich keinen Einfluss habe? Weil ich meinen Platz im Leben erst noch richtig finden muss? Sich die erwachsene Franzi erst noch richtig kennen lernen muss?


Montag, 7. Juli 2014

OUTFIT: Is there anybody out there!


Top, Rock - H&M  Strumpfhose - Elbeo

Ich lebe noch!
Zumindest so halb. Denn die Prüfungen rücken immer näher und ich hab keine Ahnung, wie ich den ganzen Stoff innerhalb von 2 Wochen in mein Hirn quetschen soll!
Naja, ich will mich nicht beklagen sondern eigentlich nur die Prüfung bestehen!
Damit es hier trotzdem zumindest ein bisschen was von mir zu hören gibt, will ich euch das Outfit nicht vorenthalten.
Momentan eins meiner liebsten! (Wenn es als Lernbelohnung mal zum feiern geht …)
Seid ihr auch so im Prüfungsstress?